WIR UND SIE – unter diesem Motto steht das diesjährige Leipziger Programm des Traduki-Netzwerks. Angesichts der aktuellen Entwicklungen in Europa hoffen wir mehr denn je auf die verbindende Kraft der Literatur und des Wortes.
Pressemitteilung 3. März 2022
Lesungen, Gespräche und Musik: Südosteuropa erleben
17. bis 20. März: Spannende Begegnungen in Leipzig und virtuell
Zahlreiche spannende Begegnungen, oft auch über das Literarische hinaus – das bietet „Common Ground. Literatur aus Südosteuropa“ nach der Absage der Leipziger Buchmesse nun in der Stadt Leipzig und im digitalen Raum. Vom 17. bis 20. März geben Lesungen, Gespräche und Musik, viele darunter als Live-Events im UT Connewitz, einen Überblick über neue Bücher, interessante Autor:innen und die facettenreiche Literaturszene der Schwerpunktregion der Leipziger Buchmesse 2020-2022. Und das alles bei freiem Eintritt. Eines der Highlights ist die schon legendäre Balkannacht, die am
19. März zu einer nächtlichen Reise kreuz und quer durch den Balkan einlädt – sowohl literarisch als auch musikalisch. Alle Veranstaltungen stehen unter dem diesjährigen Motto WIR UND SIE und beschäftigen sich mit der Frage, was Menschen und Gesellschaften trennt und wie man produktiv mit diesen Unterschieden umgehen kann. Eine cineastische Einstimmung vor Ort und digital bot bereits die Balkan Film Week (27. Februar bis 1. März).
Das
literarische Programm vor Ort startet am Freitag, dem
18. März mit einem Einblick in die Komplexität der Region: Balkankenner
Norbert Mappes-Niediek, der Grünen-Politiker
Manuel Sarrazin und
Ralf Beste, Leiter der Abteilung für Kultur und Kommunikation des Auswärtigen Amtes, gehen der Frage nach, wie sich Ost- und Westeuropa trotz aller Unterschiede mit Wertschätzung begegnen und eine Brücke über „Europas geteilten Himmel“ spannen können. Am Samstag, dem
19.
März sind dann ganztägig Begegnungen mit Autor:innen aus Südosteuropa möglich: Fluide Identitäten und nicht-binäre Sexualität untersuchen der kosovarisch-finnische Autor
Pajtim Statovci und die kroatische Autorin
Ivana Bodrožić in ihren vielfach preisgekrönten Romanen „
Grenzgänge“ bzw. „
Söhne, Töchter“. Im Anschluss präsentiert der Buchblogger
Tino Schlench in seiner bekannten Podcast-Reihe „Literaturpalast“ zwei herausragende lyrische Stimmen
Südosteuropas: aus Bulgarien
Marianna Georgieva mit ihrem deutschsprachigen Debüt „
ausweg“ und die albanische Lyrikerin
Luljeta Lleshanaku mit ihrem Gedichtband „
Die Stadt der Äpfel“.
Über das Fremdsein und die Zeit als Zuflucht
Am Samstagnachmittag steht der Umgang mit Fremdheit im Mittelpunkt: Von einem besonderen Kampf um die eigene Existenz erzählt der slowenische Schriftsteller
Miha Mazzini in seinem Buch „
Du existierst nicht“. Der nordmazedonische Autor
Petar Andonovski, 2020 mit dem Literaturpreis der Europäischen Union ausgezeichnet, beschreibt in „
Die Angst vor Barbaren“ das Lebensgefühl von Menschen, die sich unerwartet am südlichsten Punkt Europas wiederfinden. Am Abend steigt die
Balkannacht mit zahlreichen
südosteuropäischen Autor:innen und der slowenischen Band „
Pantaloons“. Auch der
20. März verspricht außergewöhnliche literarische Einblicke: Die serbisch-österreichische Autorin
Barbi Marković liefert in „
Die verschissene Zeit“ ein einzigartiges popkulturelles Spiel mit dem Belgrad der Neunziger. Sie ist im Gespräch mit der renommierten slowenischen Autorin
Ana Schnabl, die ihr Buch „
Meisterwerk“ vorstellt. Und der neue Roman „
Zeitzuflucht“ des bulgarischen Autors
Georgi Gospodinov eröffnet uns eine ganz neue Art, unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammenzudenken.
Online-Lesungen
Auch digital können Literaturfreund:innen in die Buchwelt Südosteuropas eintauchen, online stets abends ab 19 Uhr. Am
17. März liest der bosnisch-amerikanische Autor
Aleksandar Hemon aus seinem neuen autobiografischen Doppel-Roman „
Meine Eltern / Alles nicht dein Eigen“. Es ist ein Buch zugleich über die Emigration seiner Familie aus Sarajevo nach Kanada und über seine wilde, raue Jugend in Bosnien. Am folgenden Abend ist die Eltern-Kind-Beziehung ebenfalls ein zentrales Thema:
Tatiana Țîbuleac (Moldawien/Frankreich) und
Lavinia Braniște (Rumänien) nähern sich dem Thema im Gespräch mit
Florian Valerius aka Literarischer Nerd auf unterschiedliche Weise. Stadt und Land, Mensch und Natur trennen Welten – das zeigt die slowenische Autorin
Nataša Kramberger in ihrem autofiktionalen Roman “
Verfluchte Misteln” am
19. März. Zum Abschluss der virtuellen Begegnungen liest
Georgi Gospodinov am
20. März noch einmal aus seinem neuen Roman „
Zeitzuflucht“.
Das vollständige Programm mit weiteren Informationen über Teilnehmende, genaue Zeiten sowie die Online-Kanäle findet sich hier:
www.traduki.eu/wir-und-sie.
HINWEIS AN DIE REDAKTIONEN
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KONTAKT
Medienbüro „Common Ground. Literatur aus Südosteuropa“
Schwerpunktregion der Leipziger Buchmesse 2020–2022
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